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Infodatenbank / Krankenversicherung |
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| Derzeit befinden sich 413 Fachbegriffe in unserer Datenbank - mit vielen praxisbezogenen Beispielen, Tabellen und Übersichten. Die Beiträge werden regelmäßig aktualisiert. |
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| Disease-Management-Programme (DMP) |
Disease-Management-Programme (DMP)
Ziel der Disease-Management-Programme (DMP) in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist es, die Versorgung bei chronischen Erkrankungen zu verbessern.
Chronisch kranke Patienten sollen durch eine aufeinander abgestimmte und kontinuierliche Betreuung mehr Lebensqualität erlangen und vor Spätfolgen ihrer Erkrankung weitgehend bewahrt werden.
Ergänzend sollen DMP langfristig auch Kosten sparen, die sonst für die Therapie der Spätfolgen aufgewendet werden müssten. Wesentlicher Baustein der DMP sind strukturierte, evaluierte und zielgruppenspezifische Schulungsprogramme, die den eigenverantwortlichen Umgang der Patienten mit ihrer Erkrankung trainieren und die Compliance erhöhen sollen.
Diagnostik und Therapie der DMP folgen den Kriterien der evidence-based medicine. Daneben sorgt eine umfangreiche Dokumentation der Behandlung unter Berücksichtigung des Datenschutzes für die medizinische Qualitätssicherung.
Die Teilnahme an einem DMP ist für Patienten und Ärzte freiwillig, setzt allerdings die aktive Teilnahme des Patienten voraus. Derzeit bestehen rechtliche Grundlagen für DMP für Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2, koronare Herzkrankheiten und Brustkrebs.
Hintergrund der Einführung von DMP in die GKV ist unter anderem ein Gutachten des Sachverständigenrates für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen zur Über-, Unter- und Fehlversorgung. Hierin mahnten die Experten insbesondere bei acht Krankheiten (u.a. Diabetes, Schlaganfall, Asthma und chronische Lungenkrankheiten und koronare Herzkrankheiten) erhebliche Verbesserungen an: Hier erfolge die medizinische Versorgung vor allem zu unkoordiniert.
Der Gesetzgeber reagierte hierauf mit einer Reform des Risikostrukturausgleichs (RSA) zum 1.1.2002:
Krankenkassen, deren Versicherte erfolgreich an DMP teilnehmen, erhalten höhere Ausgleichszahlungen aus dem RSA. Ziel dieser Koppelung von RSA und DMP ist, die hohen Behandlungskosten für chronisch Kranke unter den einzelnen Krankenkassen gerechter zu verteilen und einen Anreiz für die Kassen zu schaffen, möglichst vielen ihrer Versicherten DMP anzubieten.
Zugleich erteilte der Gesetzgeber dem damaligen Bundesausschuss für Ärzte und Krankenkassen den Auftrag, die wissenschaftlichen Anforderungen an DMP für die GKV zu definieren. Zur Umsetzung der DMP schließen die Krankenkassen mit den Kassenärztlichen Vereinigungen entsprechende Verträge, die durch das Bundesversicherungsamt akkreditiert werden müssen.
Mehr Informationen zu Disease-Management-Programmen
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